Führung über die Kriegsgräberstätte auf dem Nordfriedhof Bonn

Anlässlich der Veranstaltungsreihe GE(H)DENKEN – Monat des Kriegsgrabes im September 2026 laden die Gedenkstätte und das NS-Dokumentationszentrum Bonn in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Nordrhein-Westfalen, Regionalgeschäftsstelle Rheinland, zu einer Führung über die Kriegsgräberstätte auf dem Nordfriedhof Bonn ein.

Auf dem Nordfriedhof Bonn befindet sich die größte der 21 in Bonn befindlichen Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Am Tag des Friedhofs 2026 führt Björn Dzieran, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrums Bonn, über das Areal der Kriegsgräberstätte und berichtet über deren Entstehung, Entwicklung und Bedeutung in der Bonner Stadtgeschichte.

Der Rundgang dauert etwa 90 Minuten und ist für Personen mit Mobilitätseinschränkungen nur bedingt geeignet.

Referent: Björn Dzieran, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrums Bonn

Datum: Sonntag, 20. September 2026
Uhrzeit: 10:00–11:30 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Nordfriedhof Bonn, Kölnstraße 487, 53117 Bonn

🎟️ Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail an rg-rheinland@volksbund.de wird erbeten.

➡️ Veranstalter: Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Nordrhein-Westfalen, Regionalgeschäftsstelle Rheinland.


Gedenken neu denken

Die Erinnerung an den Holocaust steht vor großen Herausforderungen: Zeitzeug*innen sterben, die historische Distanz wächst und zugleich nehmen Antisemitismus und Geschichtsverfälschung zu. Wie kann ein lebendiges, verantwortungsvolles Gedenken unter diesen Bedingungen gelingen?

Die Lesung „Gedenken neu denken“ der Autorin Susanne Siegert im Robert-Wetzlar-Berufskolleg am Dienstag, den 9. Juni 2026, um 17 Uhr, lädt dazu ein, über Formen, Sprache und Verantwortung des Erinnerns nachzudenken.

Susanne Siegert, Jahrgang 1992, ist Journalistin und Influencerin zum Thema Gedenken an den Nationalsozialismus in Deutschland. Unter @keine.erinnerungskultur klärt sie auf Instagram und TikTok über den Holocaust und NS-Verbrechen auf und wurde für Ihr innovatives Engagement mehrfach ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt der Lesung steht die Frage, wie das Gedenken an den Holocaust heute und in Zukunft gestaltet werden muss, um seiner historischen Bedeutung gerecht zu werden und zugleich kommende Generationen zu erreichen. Siegerts Präsentationsansatz verbindet dabei historische Reflexion mit modernen Kommunikationsformen.
🎟️ Der Eintritt ist frei.

📍Robert-Wetzlar-Berufskolleg/ Bonn-Nord – Kölnstraße 229, 53117 Bonn

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte/ NS-Dokumentationszentrum


Aus dem Feuer geholt

Am Freitag, den 8. Mai 2026, um 14 Uhr, findet am Lesemal vor dem Alten Rathaus das Erinnern an Autorinnen und Autoren statt, deren Werke am 10. Mai 1933 auf dem Bonner Marktplatz verbrannt wurden. Auch wird dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa gedacht.

Nach einer Eröffnung durch Oberbürgermeister Guido Déus und Grußworten von AStA und Studierendenparlament der Universität Bonn präsentiert der Straßenchor des Bonner Musikerviertels unter dem Motto „Ein Lied geht um die Welt“ Lieder, die in der NS-Zeit verfemt und verboten wurden. Birte Schrein vom Theater Bonn stellt umjubelte Künstlerinnen und Künstler vor, die in der NS-Zeit fliehen mussten, deportiert oder ermordet wurden. Nur wenige von ihnen überlebten.

Die durch die Leiterin der Gedenkstätte Astrid Mehmel moderierte Veranstaltung findet ihren Abschluss in der Öffnung der in den Marktplatz eingelassenen Büchertruhe und der Verteilung der Bücher an das Publikum.

Eine Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich

📍Lesemal vor dem Alten Rathaus – Markt 1, 53111 Bonn

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte/ NS-Dokumentationszentrum