Forum: „Claude Monets Vorliebe für das Meer“

Das Fischerdorf Étretat am Ärmelkanal in der Normandie entwickelte sich um 1850 zu einem beliebten Seebad und Urlaubsort des Pariser Bürgertums. Zu gleich wurde es wegen seiner charakteristischen, imposanten Klippenlandschaft auch ein begehrter Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle. Die kunsthistorisch bedeutenden Wellen-Gemälde des Realisten Gustave Courbet entstanden hier, wo sich der Komponist Jacques Offenbach eine imposante Villa bauen ließ und es dem Schriftsteller Guyde Maupassant erfolgreich gelang, Étretat zu einem literarischen Sehnsuchtsort zu erheben.

Die nachhaltigste Wirkung hatte die einzigartige Steilküste mit ihren drei Felsentoren, der Porte dʼAmont, der Porte dʼAval und der Manneporte, aber auf den Maler Claude Monet, der intensiv
vor Ort malte. Erstmals schuf der Hauptvertreter des Impressionismus unter den sich permanent verändernden Licht- und Wetterverhältnissen malerische Motivreihen, die sich schließlich zu
einem seiner Markenzeichen entwickeln sollten. Bei sechs Aufenthalten von 1868 bis 1916 schuf er etwa 80 Gemälde mit Motiven der Alabasterküste.

Welchen nachhaltigen Einfluss dieser Normandie-Ort auf die Malerei der Moderne hatte und wie der Mythos Étretat bis heute – auch im Negativen – nach wirkt, veranschaulicht vom 19. März bis 5. Juli 2026 die Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel Museum Frankfurt, die auch Werke von Eugène Boudin, Georges Braques, Henri Matisse, Félix Valloton
und vielen anderen zeigt.

🎙️ Vortrag mit Dr. Angelika Schmidt

Im Anschluss können wir bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch kommen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Bild: pixabay free by mitchkoff

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Forum: „Paula Modersohn-Becker (1876 1907)“

Die vor 150 Jahren geborene Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gilt heute als frühe Avantgardistin, die zentrale Tendenzen der modernen Kunst vorwegnahm und bis heute zu den einflussreichsten und bekanntesten deutschen Künstlerinnen zählt. Dagegen wurde sie zu Lebzeiten kaum beachtet.
In ihren Werken, die schon auf die Kunst des Expressionismus verweisen, gelangte sie – auch geprägt durch die zeitgenössische französische Kunst – zu starker Formvereinfachung und Flächenhaftigkeit. Paris und Worpswede waren die zentralen Orte ihres Wirkens. In den knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde und etwa 1000 Zeichnungen (unten Der barmherzige Samariter von 1907 [Ausschnitt]). Der Vortrag führt in das kurze, intensive Leben und die eindrückliche Kunst der Malerin ein.

„Menschen malen geht doch schöner als eine Landschaft.“. Vortrag von Dr. Angelika Schmid
Mi 29.04. • 15.00, Gemeindezentrum Erlöserkirche

der barmherziger sameriter 1907_Foto Public Domain

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Forum: „Geschichten aus Prag“

Pfarrer Daniel Post und Helmut Kimmerle nehmen Sie mit auf eine Reise nach Prag – in eine Stadt voller Geschichte, kultureller Vielfalt und geistlicher Tradition.

In Bildern, Erzählungen und persönlichen Eindrücken entsteht ein lebendiger Zugang zu besonderen Orten, historischen Entwicklungen und prägenden Persönlichkeiten. Der Nachmittag lädt dazu ein, Prag neu zu entdecken und sich inspirieren zu lassen.

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Forum am Donnerstag – Vincent van Gogh

Das Bildnis des Dr. Gachet • „Sein Gesicht hat den schmerzlichen Ausdruck unserer Zeit.“
Zwei Meisterwerke und ihre faszinierende Geschichte – Vortrag von Dr. Angelika Schmid

Nur wenige Wochen vor seinem Tod am 28. Juli 1890 porträtierte Vincent van Gogh seinen damaligen Arzt Dr. Paul-Ferdinand Gachet im französischen Auvers-sur-Oise. Es entstanden zwei Fassungen: eine gehörte dem Nervenarzt, die andere dem Maler. Schon im Juni 1890 hatte Vincent an seinen Bruder Theo geschrieben: „Herr Gachet ist fanatisch auf das Portrait versessen. Er will, dass ich unter allen Umständen, wenn ich es kann, ein Portrait für ihn fertigmache und zwar genau das, das ich jetzt male.“

Der Vortrag zeichnet die wechselvolle Geschichte der Bilder nach, die von äußerst interessanten Besitzerwechseln gekennzeichnet ist, die auf besondere Weise mit Kulturpolitik und Kommerz des 20. Jahrhunderts verknüpft sind. Darin bewahrheitet sich auch der Satz des britischen Kunsthistorikers Michael Baxandall: „Gemälde sind unter anderem versteinerte Formen des ökonomischen Lebens.“

Sie sind eingeladen zu einer Spurensuche der besonderen Art