Fotografie von Jacek Kumelan

Seit 2006 fotografiert Jacek Kumelan einheimische Vögel, denen man nur äußerst selten begegnet. In der Ausstellung „Verborgene Vogelwelten“ präsentiert der Künstler Fotografien von Wiedehopf, Eisvogel und Bienenfresser. In ihrer intensiven Farbigkeit muten diese Vögel geradezu exotisch an. Jacek Kumelans sensible Portraits offenbaren ihre Schönheit im Flug, bei der Nahrungssuche, beim Observieren ihres Reviers.

Sie öffnen kostbare Einblicke, die unseren Augen normalerweise verborgen sind. Um diese besonderen Momente einfangen zu können, verbringt der Künstler Tage und Nächte versteckt in der Natur. Die Fotografien atmen die Behutsamkeit, Liebe und Zeit, mit der sie entstehen, und bringen den Betrachtenden unwillkürlich zum Staunen über das Wunder und die farbenprächtige Schönheit der Schöpfung.

Der Künstler ist bei der Vernissage anwesend und wird selbst etwas über den Entstehungsprozess der Fotografien erzählen


Sonderausstellung “FROM DAWN TILL DUSK. Der Schatten in der Kunst der Gegenwart“

Erstmalig in einem deutschen Museum zeigt diese Sonderausstellung auf, wie der Schatten zu einem bildgebenden und zugleich medienreflexiven Thema in der aktuellen Kunstszene avanciert.

Rund 40 internationale künstlerische Positionen – von Gerhard Richter, Olafur Eliasson, Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner bis William Kentridge und dem Stummfilmregisseur Robert Wiene – visualisieren das Phänomen und die Bedeutung des Schattens, wobei das Spektrum vom Existentiellen über das Bedrohliche bis zum Politischen reicht. Einmal kann der Schatten als Metapher für die Krise des Subjekts gelesen werden, ein anderes Mal als Indikator für eine Wirklichkeit jenseits des vordergründig Sichtbaren.

Treffpunkt: um 11.15 Uhr im Foyer des Kunstmuseums Bonn, Museumsmeile, Helmut-Kohl-Allee 2, 53113 Bonn
Dauer der Führung: 11.30 – 13 Uhr
Kosten: 20,- € Eintritt und Führung

Eine Anmeldung im Gemeindebüroinfo@erloeser-kirchengemeinde.de ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl erforderlich.


„Nach Hitler“ – Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bonn lädt zu einem geführten Rundgang durch die Ausstellung „Nach Hitler – Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ im Haus der Geschichte Bonn ein. Die Ausstellung beleuchtet, wie sich die deutsche Gesellschaft nach 1945 mit der NS-Vergangenheit auseinandergesetzt hat – politisch, gesellschaftlich und kulturell.

Datum und Uhrzeit: 8. Juli 2025, 16.30 Uhr
Treffpunkt: Eingang Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, Bonn
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bonn e.V.
Anmeldung: erforderlich über die Geschäftsstelle (bis 17. Juni)
Weitere Informationen: www.gcjz-bonn.de · info@gcjz-bonn.de


Gottesdienst im Kunstmuseum

„Wandlung“ in einer Welt, wo jede Veränderung gerade besonders herauszufordern scheint. Was bleibt? Was kann ich wirklich gestalten, verändern? Mit diesen Fragen nähern sich Prof. Dr. Christoph Schreier, langjähriger Vizedirektor des Kunstmuseums, im Dialog mit Pfarrer Joachim Gerhardt dem Werk mit biblischen und poetischen Assoziationen. Musikalisch dieses Mal wieder inspiriert von Matthias Höhn an diversen Instrumenten. Im Anschluss gibt es bei Brot und Wein wie immer die Möglichkeit zum offenen Austausch und Nachklang.

Der Eintritt zu diesem bundesweit seit 25 Jahren einzigartigen Gottesdienst in Kooperation der Lutherkirchengemeinde Bonn  mit dem Kunstmuseum Bonn  und dem Evangelischen Forum Bonn  ist wie immer frei.


Interkulturelle Woche in Bonn – Ausstellung und Buchpräsentation

Im Rahmen der Interkulturellen Woche zeigt die Fotokünstlerin Irina Unruh eindrucksvolle Bilder aus Kirgistan – einer Region, die von Landschaft und kultureller Vielfalt geprägt ist. Im Fokus steht dabei das gleichnamige Fotobuch, das sich mit Fragen von Herkunft, Erinnerung und Identität auseinandersetzt.

Im Zentrum der Arbeiten steht ein Ort, der vielen Menschen mit postsowjetischem Hintergrund – besonders Russlanddeutschen – als biografischer Bezugspunkt dient. Die Fotografien dokumentieren Alltag, Migrationserfahrungen, historische Spuren entlang der Seidenstraße und erzählen von deutschsprachigen Minderheiten, historischen Brüchen und kulturellen Verflechtungen.

Das Buch wurde 2024 mit der Silbermedaille des Deutschen Fotobuchpreises ausgezeichnet und erschien bei SHIFT BOOKS. Es wurde erstmals im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte vorgestellt und anschließend in mehreren deutschen Museen gezeigt.

🖼️ Die Ausstellung ist Teil des Rahmenprogramms der Gruppenperformance Family Matters und wird im MIGRApolis-Haus der Vielfalt präsentiert.

Donnerstag, 25. September 2025 um 18:00 Uhr
📍 Ort: MIGRApolis – Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16–18, 53111 Bonn
Veranstalter: Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) in Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Bonner Institut für Migrationsforschung (BIM) e.V.
Kontakt: Veronika Frank, Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd)

Bildrechte EMFA und Integrationsagenturen NRW

Dr. phil. Hıdır Çelik, Leiter der EMFA-Integrationsagentur im Evangelischen Kirchenkreis Bonn
Kontakt: EMFA-Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn, Tel.: 0228/697491, E-Mail: emfa@bonn-evangelisch.de

Die Interkulturelle Woche wird vom „Amt für Integration und Vielfalt“ der Bundesstadt Bonn gefördert.


Ausstellung: Pionierinnen im Pfarramt

In regelmäßigen Abständen zeigen wir thematisch vielfältige Ausstellungen mit gesellschaftlicher, kultureller oder kirchlicher Relevanz. Ob Roll-Ups, Bilderserien oder interaktive Präsentationen – unsere Ausstellungen laden zum Entdecken, Nachdenken und Dialog ein…

Vom 31. Oktober bis 14. November 2025, laden wir Sie ein, unsere Ausstellung zu besuchen*

📍Ort:  Kreuzkirche Bonn

Frauen auf der Kanzel – heutzutage ist das in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein gewohntes Bild. Das war nicht immer so. Erst im Januar 1975 beschloss die damalige Landessynode die volle rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarrdienst. Bis dahin hatten Theologinnen gegen eine ganze Reihe von Widerständen und Vorurteilen in der Amtskirche und bei ihren männlichen Kollegen zu kämpfen.

Ausstellung

Den langen Weg der Frauen ins Pfarramt der Evangelischen Kirche im Rheinland hat die Genderstelle zum 40-jährigen Jubiläum mit der Ausstellung „Pionierinnen im Pfarramt – 40 Jahre Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der Evangelischen Kirche im Rheinland“ nachgezeichnet. Die Ausstellung zeigt Archivmaterial, thematisch aufgearbeitete Schwerpunkte (Amtsbezeichnungen, Amtstracht, Widerstände, Arbeit mit Frauen und Mädchen usw.) und exemplarische Lebensbilder.

Festschrift

Zur Ausstellung ist eine 120 Seiten umfassende Festschrift  erschienen, die neben einer Dokumentation der Ausstellung weitere Interviews, Lebensbilder, historische Dokumente und Hintergrundinformationen bietet – ein schön gestaltetes, facettenreiches Werk.

Die Wanderausstellung umfasst 17 Roll-Ups und kann kostenlos ausgeliehen werden. Bei Interesse schreiben Sie eine Mail an gender@ekir.de

📌 Öffnungszeiten der Ausstellung:
dienstags bis samstags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und sonntags von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr
(Abweichungen – z. B. in den Schulferien – möglich). | Eintritt frei


Exkursion „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven aus NRW“

Exkursion: Kirchen als „Vierte Orte“ erleben am 19. Mai 2025 | Abfahrt 15:00 Uhr | ab Bonn

In ganz NRW stehen Kirchengebäude leer – Die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven aus NRW“ von Baukultur NRW in Köln zeigt, wie Sakralräume neue gesellschaftliche Bedeutung gewinnen können: als Orte für Begegnung, Kultur und Teilhabe.

Gemeinsam besuchen wir die Ausstellung in der Nathanaelkirche in Köln-Bilderstöckchen. Die Führung und anschließende Diskussion geben Einblick in aktuelle Projekte zur Umnutzung von Kirchen und regen zur Debatte über ihre Zukunft an.

Nathanaelkirche Köln_Foto: Felix Hemmers via Baukultur.nrw

🚌 Abfahrt: 15:00 Uhr | Rückkehr am Abend
📍 Ort: Nathanaelkirche Köln, Escher Str. 160
👥 Leitung: Annika Bohlen
🔔 Anmeldung bis 16. Mai erforderlich – annika.bohlen@ekir.de

Die Anreise erfolgt mit ÖPNV oder privaten Fahrgemeinschaften. Genaue Infos folgen nach Anmeldung.


Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven aus NRW“

Die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven aus NRW“ von Baukultur NRW thematisiert die Umnutzung von Sakralgebäuden, die vom Leerstand bedroht sind. Von 28. April bis 26. Mai 2025 ist die Ausstellung in der Nathanaelkirche in Köln zu sehen. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 7. Mai, um 18 Uhr statt. (Nathanaelkirche, Escher Str. 160, 50739 Köln)

Die Nathanaelkirche in Köln-Bilderstöckchen gehört zur evangelischen Nathanael-Kirchengemeinde und wurde 1965 fertiggestellt. Sie besteht aus Sichtbeton, Holz, Glas und Schiefer; architektonisch zeichnet sich das Gemeindezentrum durch seinen sechsseitigen Grundriss, eine Rotziegelverkleidung und eine markante gläserne Giebelfassade aus.

Nathanaelkirche Köln_Foto: Felix Hemmers via Baukultur.nrw

Der imposante Glockenturm aus Beton hat drei spitz zulaufende Standbeine, eines davon bildet mit der Grundplatte ein Kreuz. Geprägt von Sichtbetonwänden und einer Holzdecke ist der Innenraum schlicht gehalten. Die kirchliche Ausstattung, darunter der ochsenblutrote Altarquader mit filigranem Stahlkreuz, wurde vom Künstler Heinz Heiber gestaltet.

Die Nathanaelkirche wird heute aktiv von der Evangelischen Kirchengemeinde genutzt. Außerdem finden hier Gottesdienste einer afrikanischen Gemeinde statt. Kirche und Gemeindehaus werden zudem von Asylsuchenden im Rahmen des Kirchenasyls als temporäre Schutzunterkunft genutzt. Für die Zukunft gibt es Pläne, den sozialen Charakter des Ortes weiter auszubauen und das Kirchengebäudes als Begegnungsort für die neu entstehenden Wohnungen zu nutzen.

Bis zu 3.000 Kirchen in NRW betroffen

Zwischen 30 und 50 Prozent der Kirchengebäude in Deutschland werden in den kommenden Jahrzehnten leer stehen. Von den ungefähr 6.000 Kirchen in Nordrhein-Westfalen fallen also bis zu 3.000 aus der Nutzung. Dem Leerstand und Abriss von Kirchen steht ein gesellschaftlicher Bedarf nach Orten für sozialen Austausch, Gemeinschaft und gesellschaftliche Identifikation gegenüber.

Ausstellungsinformationen Nathanaelkirche, Köln

Laufzeit: 28. April bis 26. Mai 2025
Ausstellungsort: Nathanaelkirche, Escher Str. 160, 50739 Köln
Öffnungszeiten: montags 15.30–17.30 Uhr, dienstags 15–17 Uhr, freitags 16–18 Uhr, Eintritt: frei
Eröffnung: Mittwoch, 7.5.2025, 18 Uhr: mit Pfarrerin Reinhild Widdig und Jörg Beste, synergon

Begleitveranstaltungen:

  • Dienstag, 29.4.2025: Eine Stunde Baukultur im Haus der Architektur Köln (hdak), mit Kurator Felix Hemmers
  • Dienstag, 13.5.2025, 19 Uhr: Ausstellungsführung und Diskussion, eine gemeinsame Veranstaltung der Nathanael-Gemeinde und der Melanchthon-Akademie
  • Sonntag, 25.5.2025, 17 Uhr: Finissage-Gottesdienst mit Videoclips zu der Frage „Warum brauche ich diese Kirche“

HAP Grieshaber – Der Totentanz von Basel

02.04.2025 – Gemeindehaus Brahmsstraße 14

19 Uhr – Vortrag von Wolfgang Glöckner

Der Holzschnittzyklus „Totentanz von Basel“ von HAP Grieshaber, zu dem er sich vom mittelalterlichen Großbaseler Totentanz inspirieren ließ, ist ein herausragendes druckgrafisches Werk des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1966 erstmals präsentiert – zeitgleich in Leipzig und in Essen. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges und fünf Jahre nach dem Mauerbau erwies sich HAP Grieshaber, der ein eminent zeitkritischer Künstler war, als Brückenbauer im geteilten Deutschland. Denn der Zyklus wurde im Westen geschnitten und im Osten gedruckt und verlegt.


HAP Grieshaber – Der polnische Kreuzweg

09.03.2025 – Trinitatiskirche Endenich

Den polnischen Kreuzweg schuf der Holzschneider HAP Grieshaber (1909-1981) im Jahr 1967. Mit 14 Farbholzschnitten interpretierte der Künstler die einzelnen Stationen des Passionsgeschehens. Dem polnischen Volk, das im Laufe seiner Geschichte so viel Unrecht, Verfolgung und Teilungen seines Gebietes zu ertragen hatte, fühlte sich Grieshaber verbunden.

Die Entstehung des Holzschnitt-Zyklus hatte eine Vorgeschichte. Nach dem Ende des ersten Auschwitz-Prozesses 1965 rief der Journalist Paul Wilhelm Wenger dazu auf, im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz eine Sühnekirche zu errichten – nicht vom deutschen Staat, sondern gestiftet von den Christinnen und Christen dieses Landes. Dafür sollten Spenden gesammelt und ein Kuratorium gebildet werden. Wenger wandte sich auch an Grieshaber, bei dem das Ansinnen auf offene Ohren stieß. „Die Sühnekapelle in Auschwitz ist auch meine Sache!“, schrieb er an Wenger und trat spontan dem Kuratorium bei. Die Passionsfolge, der polnische Kreuzweg, die Grieshaber daraufhin in Angriff nahm, war für die Sühnekirche bestimmt. Der Kalte Krieg aber verhinderte den Bau der Kirche, so dass der Kreuzweg den ihm zugedachten Platz nicht einnehmen konnte. So erschienen die Farbholzschnitte, jeweils von mehreren Stöcken gedruckt, als Buch mit Meditationstexten von Stefan Kardinal Wyszynski und in kleiner Auflage als Mappenwerk.

11:15 Uhr – Einführung: Wolfgang Glöckner