Demokratie leben und lernen – Radikalisierung verhindern – Online-Fortbildung ABGESAGT

In den letzten Jahren ist vorrangig die Radikalisierung muslimischer Schüler*innen ein Thema gewesen, dass in Politik und Öffentlichkeit diskutiert wurde, häufig vermischt mit einer skeptischen bis ablehnenden Haltung gegenüber dem Islam insgesamt. Dabei stellen demokratiefeindliche Haltungen und in ihrer extremen Form auch eine solche Praxis nicht allein ein Phänomen dar, das nur im islamischen Kontext anzusiedeln ist.
Die Plausibilität und Bindungskraft einer offenen und demokratischen Gesellschaft schwindet, nicht allein in der jungen Generation. Deshalb sind nicht nur ein Wissen über, sondern Erfahrungen mit Demokratie ein zentraler Bildungsauftrag der Schule, der sich an alle Schüler*innen richtet. Damit ein demokratisches Gemeinwesen an Glaubwürdigkeit gewinnt, müssen demokratische Prozesse und Verfahrensweisen auch im Schulleben mit der ganzen Schulgemeinschaft umgesetzt werden.
Dahinter steht die Überzeugung, dass nur so Radikalisierungstendenzen jeglicher Spielart sinnvoll vorgebeugt werden kann. Findet Radikalisierung trotzdem statt, stellt sie Lehrkräfte erst einmal vor eine pädagogische Herausforderung. Eine Schulgemeinschaft, die eingeübt ist in Beteiligung und Aushandlungsprozessen stellt hier deutlich mehr Ressourcen und Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügungen, um Menschen zu stärken, Grenzen aufzuzeigen aber auch Ausgrenzung zu vermeiden.

Referenten:

Ali Bas, Alhambra Gesellschaft/ Uni Münster

Canan Korucu, Co-Geschäftsführerin von ufuq.de, Berlin

Michael Töpler, Deutsche Gesellschaft für Demokratiebildung

 

Leitung:

Beate Sträter, Martin Engels, Dirk Wolter

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Evangelischen Schulreferat Bonn.

 

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Twitter sperrt Trump – und jetzt? Fakenews und Demokratie. Neuer Termin!

Nachholtermin:

Fakenews und Demokratie.

Das Jahr hat gerade erst begonnen und schon gibt es Bilder, die dieses Jahr überdauern werden: der Sturm der Trump-Anhänger:innen auf das Kapitol, das „Herz“ der amerikanischen Demokratie. Polarisierung, Desinformation und Radikalisierung der Trump-Anhänger, von dem Präsidenten selbst auch in den sozialen Medien befeuert, erreichten einen Höhepunkt.

Fakenews – Trump selbst machte dieses Wort in seiner Amtszeit zum Modewort, um kritische Medien und Journalisten ins Abseits zu stellen. Doch auf der von ihm bevorzugten Social-Media-Plattform verbreitete er selbst gerade solche Fakenews, mit solcher Vehemenz, dass Twitter im Sommer 2020 Tweets von @realdonaldtrump mit Warnhinweisen versah. Nach den Ereignissen des 6. Januar 2021 hat ihn jetzt nicht nur Twitter gesperrt, sondern auch zahlreiche andere Plattformen.

Die Journalistin Karolin Schwarz geht auf die aktuellen Ereignisse in den USA ein, bezieht aber auch Deutschland und die Europäische Union in ihren Vortrag ein. Karolin Schwarz ist freie Autorin, Journalistin, Faktencheckerin und Trainerin. Beiträge von ihr erscheinen beim ARD-Politikmagazin Kontraste, dem Faktenfinder, Buzzfeed und Motherboard. Sie beschäftigt sich vor allem mit digitalen Ausprägungen des Rechtsextremismus, Desinformation und der Schnittstelle zwischen Internet und Gesellschaft.

Ihr Projekt Hoaxmap, das Fakes über Geflüchtete und People of Color sichtbar macht, wurde für verschiedene journalistische Preise nominiert. Im Februar 2020 erschien ihr Buch „Hasskrieger: Der neue globale Rechtsextremismus“ im Verlag Herder. Auf Twitter ist sie unter @raeuberhose zu finden.

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland.

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