„Essen ist politisch!“ – Tiere essen!? Ein gesellschaftlicher Konflikt

Die kritischen Stimmen zur Nutzung von Tieren für die menschliche Ernährung nehmen zu und werden lauter. Im besonderen Fokus ist hierbei der Fleischverzehr.

Ethische und ökologische Gründe werden für eine stärker pflanzenbasierte Ernährung angeführt. Tatsächlich wächst die Zahl vegetarisch und vegan lebender Menschen. Doch die Fraktion der Fleischliebhaber*innen bleibt stark und hat prominente Protagonisten wie Markus Söder oder Gerhard Schröder. So sinkt der Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten letztlich nicht wesentlich. Wie ist dieser gesellschaftliche Widerspruch zu erklären?

Mit der Essensforscherin Dr. Lotte Rose wollen wir auf Spurensuche gehen, warum manche sich von Fleisch, Käse und Eiern mit Vehemenz abwenden und andere weiterhin mit ebensolcher Entschiedenheit daran festhalten. Warum polarisiert die Frage nach einer tierfreien Ernährung gesellschaftlich so sehr und was können wir daraus für unsere eigene Ernährungsweise lernen.

🎙️ Referent*in: Dr. Lotte Rose ist Erziehungswissenschafterin, Professorin (i.R.) an der Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit und Aktivistin bei Slow Food Deutschland.

📆 Dienstag, 15. September 2026, 19-21.30 Uhr. 📍 Evangelischer Kirchenpavillon, Kaiserplatz 1a, 53113 Bonn.

Eine Veranstaltung von Slow Food Bonn und Evangelische Forum Bonn in der Reihe „Essen ist politisch!“ im Rahmen der Fairen Woche 2026

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🎟️ Teilnahme frei – Anmeldung bitte über unser Formular ⬇️ (Teilnahme auch ohne Anmeldung möglich)


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    „Essen ist politisch!“ – Ernte fair teilen: SoLaWi

    Sie wünschen sich frische, gesunde Nahrungsmittel aus regionalem ökologischem Landbau? Stadtnah erzeugt und umweltfreundlich verteilt? Sie interessieren sich für eine bäuerliche Landwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit setzt, Verpackungsmüll und Energieverbrauch reduziert und auf Boden- und Artenschutz achtet? Und die nicht zuletzt Freude macht durch Gemeinschaftserleben?

    Kommen Sie ins Gespräch mit Mitgliedern der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) Bonn Rhein Sieg. Denn die SoLaWi-Bewegung steht für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, in der Produzierende und Konsument*innen sich zusammentun – für gesunde Lebensmittel und gesunden Genuss!

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      „Essen ist politisch“

      Was wir essen, woher es kommt, wie es produziert, verarbeitet und verkauft wird – all das hat gesellschaftliche, ökologische und politische Auswirkungen. Die Veranstaltungsreihe „Essen ist politisch“ greift aktuelle Fragen rund um Ernährung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit auf – informativ, alltagsnah und kontrovers.

      Gemeinsam mit wechselnden Referent*innen aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft möchten wir ins Gespräch kommen: über Konsumverhalten, Ernährungstrends, Agrarpolitik, Klima, Gesundheit und mehr.

      Die Reihe findet in Kooperation mit Slow Food Deutschland statt.
      📍 Ort: Kirchenpavillon Bonn
      🎟️ Eintritt frei

      Anstehende Veranstaltungen


      „Essen ist politisch!“ – Fasten – mehr als Verzicht?

      In der Reihe „Essen ist politisch!“ laden das Evangelische Forum und Slow Food Bonn zu einem besonderen Vortragsabend ein, der das Fasten aus zwei Perspektiven beleuchtet: der spirituellen Tradition des Christentums und der Kultur des bewussten Genusses.

      Fasten bedeutet seit jeher mehr als nur Verzicht. Im christlichen Verständnis – wie auch in anderen Religionen – eröffnet es einen Raum der inneren Einkehr, der Klarheit und der Neuorientierung. Es ist eine Praxis, die hilft, Wesentliches wiederzuentdecken und Geist sowie Seele zu stärken.

      Slow Food wiederum versteht Verzicht nicht als Verlust, sondern als bewusste Entscheidung: für Qualität statt Quantität, für Achtsamkeit gegenüber dem, was wir essen, und für Verantwortung gegenüber Ressourcen, Umwelt und Gemeinschaft. Selbstbeschränkung wird hier zu einem Weg, Genuss zu vertiefen und nachhaltige Lebensweisen zu fördern.

      Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen, wie spirituelles Fasten und die Haltung des „Slow Food“ einander ergänzen – und wie beide Praktiken neue Perspektiven auf Lebensstil, Achtsamkeit und Zukunftsfähigkeit eröffnen können.

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        „Essen ist politisch!“ – Grünes Zebra trifft Gartenmelde

        Traditionelle Sorten von Tomaten und anderem Gemüse sind lecker und gesund. Sie gedeihen am besten ökologisch und sie machen uns und künftigen Generationen unabhängig von Agrarchemie. Engagierte Menschen haben einen Teil dieser alten Sorten über viele Jahrzehnte gerettet. Heute können Hobbygärtner*innen das Saatgut auf Veranstaltungen und per Internet direkt von den Erzeuger*innen kaufen. Doch diese Möglichkeiten und damit die unbedingt erhaltenswerte Vielfalt sind akut gefährdet – durch geplante Änderungen beim Saatgutrecht und beim Gentechnikrecht. Was bedeutet das für uns konkret und welche Chancen haben Vielfaltsinitiativen, der Ökosektor, Umweltverbände und Verbraucherorganisationen, diese Gefahr abzuwenden?

        Darüber sprechen wir mit Dr. Susanne Gura vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V.  (VEN). Der VEN ist Mitglied im   Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt mit 25 Mitgliedsorganisationen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Seine Arbeitsbereiche sind Vernetzung, Bildung und Verbesserung der Rahmenbedingungen. Sein Sitz ist in Bonn.

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