Ignaz Goldziher und sein Forschungsprogramm im Kontext des 19. Jahrhunderts bzw. der Wissenschaft des Judentums

Fokus: das Verhältnis seiner Forschungen zum Islam und zu den jüdischen Traditionen

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Mi. 03.02.2027, 19.00 – 20.30 Uhr
🎙️ Referent/in Prof. Dr. Ottfried Fraisse
💻 Kursform: Online-Veranstaltung

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Tol’dot und Tarbut – Jüdische Geschichte und Kultur

Im Fokus dieser Reihe stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen.

Weitere Informationen zur Reihe finden Sie hier


Josef Albo (um 1380-1444). Jüdische Philosophie und christliche Kontroverstheologie in der Frühen Neuzeit.

In seinem Kommentar zur Mischna formulierte der RaMBaM (Maimondes) um 1158-68 13 Ikkarim – Grundlehren des Judentums. Später wurden diese Ikkarim vor allem von jüdischen Gelehrten in den christlichen Königreichen der Iberischen Halbinsel diskutiert und in der Konfrontation mit den neuen Missionsstrategien der Dominikaner modifiziert und hierarchisiert. Eins der Schlüsselwerke, die in diesem Kontext entstanden, war Josef Albos „Sefer ha-Ikkarim“ (um 1425). Der Vortrag thematisiert und kontextualisiert die mittelalterlichen Diskussionen, die im 14. und 15. Jahrhundert über Maimonides‘ Ikkarim geführt wurden. In einem Ausblick werden die Kontroversen jüdischer Gelehrter der Neuzeit zum Ausgangspunkt genommen, um unterschiedliche Positionen zur Bedeutung der Ikkarim und allgemeiner zur Rolle von Glaubenslehren im Judentum in den Blick zu nehmen

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Do. 14.01.2027, 19.00 – 20.30 Uhr
🎙️ Referent/in Prof. Dr. Sina Rauschenbach
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Tol’dot und Tarbut – Jüdische Geschichte und Kultur

Im Fokus dieser Reihe stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen.

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Chasdai Crescas: Denken unter Druck – Philosophie, Polemik und die prekäre Möglichkeit interreligiöser Verständigung

Der Vortrag widmet sich Chasdai Crescas (ca. 1340–1410) in einer Phase tiefgreifender krisenhafter Verdichtung jüdischer Existenz im spätmittelalterlichen Spanien. Ausgehend von Biografie und Hauptwerk Or ha-Shem (bzw. Or Adonai) wird Crescas’ philosophische Kritik am maimonidisch-aristotelischen Paradigma ebenso in den Blick genommen wie seine antichristliche Schrift Bittul iqqare ha-Nozrim. Dabei geht es nicht nur um die inhaltliche Widerlegung christlicher Lehrsätze, sondern um eine Reflexion der Bedingungen, unter denen solche Polemik überhaupt entsteht: asymmetrische Machtverhältnisse, missionarischer Druck, die Bedrohung jüdischer Kontinuität. Der Vortrag versteht Crescas’ Texte daher als Ort doppelter Kritik – an theologischen Konzepten wie an politischen Konstellationen – und fragt, inwiefern sie zugleich Ressourcen jüdischer Selbstbehauptung und Dokumente der Grenzen interreligiöser Verständigung sind.

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Mo. 23.11.2026, 19.00 – 20.30 Uhr
🎙️ Referent/in Prof. Dr. Frederek Musall
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Tol’dot und Tarbut – Jüdische Geschichte und Kultur

Im Fokus dieser Reihe stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen.

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Deutsch-jüdische Geschichte oder jüdische Globalgeschichte? Baron Maurice de Hirsch (1831-1896)

Dieser Vortrag stellt eine der emblematischen Figuren des neunzehnten Jahrhunderts vor: Baron Maurice de Hirsch, in München geboren, der ein Vermögen durch den Bau der ersten, Westeuropa mit dem Osmanischen Reich verbindenden Eisenbahnlinie verdiente und in die höchsten Kreise der europäischen Aristokratie aufstieg. Hirsch kann als der einflussreichste jüdische Philanthrop seiner Zeit bezeichnet werden, und sein großangelegter Plan, in Argentinien einen Zufluchtsort für die verfolgten Juden des russischen Zarenreiches zu schaffen, blieb nicht ohne Einfluss auf Theodor Herzl, der in denselben Jahren die zionistische Bewegung gründete.

Anmeldung über den externen Zoom-Link.

Do. 22.10.2026, 19.00 – 20.30 Uhr
🎙️ Referent/in Prof. Matthias B. Lehmann
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Tol’dot und Tarbut – Jüdische Geschichte und Kultur

Im Fokus dieser Reihe stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen.

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Krieg, KI und Kirche • Eine soziologische Analyse

Mit seiner ersten Enzyklika „Magnifica Humanitas” hat Papst Leo XIV. im Mai 2026 ein Lehrschreiben zur Künstlichen Intelligenz vorgelegt, das an die Tradition der katholischen Soziallehre seit „Rerum Novarum” anknüpft und eindringlich vor einer Politik warnt, die Krieg als unausweichlich hinnimmt. Martin Wan, der sich seit seiner theologischen Abschlussarbeit über KI und Anthropologie kontinuierlich mit den ethischen Dimensionen digitaler Technologien befasst, fragt, ob die Tradition des „gerechten Krieges” angesichts autonomer Waffensysteme, die Tötungsentscheidungen algorithmisch vorbereiten oder gar treffen, überhaupt noch tragfähig ist.

Im Zentrum steht dabei die päpstliche Warnung, dass moralisches Urteilen nicht auf Kalkulation reduziert werden darf, weil es Gewissen, persönliche Verantwortung und die Anerkennung des Gegenübers als Person voraussetzt. Der Vortrag entfaltet, wie Leo XIV. Technik — gerade auch militärische — aus der Logik von Herrschaft und Macht zu „entwaffnen” sucht und welche Konsequenzen dies für kirchliches und politisches Handeln hat. Im Horizont der Vortragsreihe fragt er damit zugleich, welchen Beitrag eine „Zivilisation der Liebe” als Gegenentwurf zu einer „Kultur der Macht” für die Suche nach Frieden in einer Welt in Unordnung leisten kann.

🎙️ Referent: Martin Wan: Projektleiter für das Hochschulforum Digitalisierung bei der Hochschulrektorenkonferenz

📍 14. Januar 2027 um 19 Uhr via Zoom

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn

Das Forum Wissenschaftsstadt Bonn versammelt Wissenschaft und Öffentlichkeit im Gespräch über drängende Fragen unserer Zeit. In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Bonn und dem Studium Universale der Universität Bonn widmet sich die Reihe aktuellen Themen an der Schnittstelle von Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Renommierte Referentinnen und Referenten laden ein zur kritischen Reflexion und Debatte.

Übersicht – Termine – Anmeldung


Friedenslogik als Handlungsprinzip – Wege ziviler Konfliktbearbeitung in einer unfriedlichen Welt

Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Trägerin des Göttinger Friedenspreises 2023, zählt zu den führenden Vertreterinnen der deutschsprachigen Friedens- und Konfliktforschung. Ihre grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten zur Friedenslogik als Prinzip politischen Handelns wurden in der Fachwelt breit aufgenommen und haben fundierte theoretische Begründungen für praktische Friedensarbeit gelegt.

Ihr Konzept der Friedenslogik entfaltet sie entlang zentraler Handlungsprinzipien – von Gewaltprävention und Konflikttransformation über Dialogverträglichkeit bis hin zu normorientierter Interessenentwicklung und dem produktiven Umgang mit Misserfolgen. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit verbindet sie konsequent Friedensforschung mit Friedenspraxis und macht ihre Ergebnisse für Akteurinnen und Akteure der Friedensarbeit in Netzwerken, Vorträgen und Publikationen unmittelbar nutzbar. Als ausgebildete Mediatorin, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Pax Christi und langjähriges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung bringt sie ein breites Spektrum akademischer wie zivilgesellschaftlicher Erfahrung in die Frage ein, wie Friedenslogik auch unter den Bedingungen weltweiter Unordnung handlungsleitend bleiben kann.

🎙️ Prof. em. Dr. Hanne-Margret Birckenbach – Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Politwissenschaft

📍 11. November 2026 um 19 Uhr via Zoom

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn

Das Forum Wissenschaftsstadt Bonn versammelt Wissenschaft und Öffentlichkeit im Gespräch über drängende Fragen unserer Zeit. In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Bonn und dem Studium Universale der Universität Bonn widmet sich die Reihe aktuellen Themen an der Schnittstelle von Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Renommierte Referentinnen und Referenten laden ein zur kritischen Reflexion und Debatte.

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Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens in einer „Welt in Unordnung”

Prof. em. Dr. Gottfried Orth lehrte von 1991 bis 2019 Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der RWTH Aachen und der TU Braunschweig und zählt zu den profiliertesten Stimmen einer praxisorientierten Friedenstheologie im deutschsprachigen Raum. Seine Publikationsschwerpunkte umfassen Frieden und Gewaltfreiheit, Gerechtigkeit sowie die Bewahrung der Schöpfung in den unterschiedlichen theologischen Disziplinen. Als zertifizierter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Mitglied des ORCA-Institutes für Konfliktmanagement verbindet er systematisch-theologische Reflexion mit konkreter Konfliktarbeit und kirchlicher Praxis. Vor dem Hintergrund seine Publikationen fragt Orth, welche prophetische Kraft biblisch-theologische Friedensvisionen in einer Zeit eskalierender Gewalt und geopolitischer Unordnung entfalten können.

🎙️ Prof. em. Dr. Gottfried Orth – Technische Universität Braunschweig, Institut für Ev. Theologie und Religionspädagogik

📍 13. Oktober 2026 um 19 Uhr via Zoom

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn

Das Forum Wissenschaftsstadt Bonn versammelt Wissenschaft und Öffentlichkeit im Gespräch über drängende Fragen unserer Zeit. In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Bonn und dem Studium Universale der Universität Bonn widmet sich die Reihe aktuellen Themen an der Schnittstelle von Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Renommierte Referentinnen und Referenten laden ein zur kritischen Reflexion und Debatte.

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Die liberale Demokratie in der Krise (Akademie HOCHVIER)

Politische Parteien übernehmen in einer liberalen Demokratie zentrale Funktionen. Die Meinungsbildung und die demokratischen Aushandlungsprozesse werden maßgeblich durch sie gestaltet. Die Demokratie lebt von der Auseinandersetzung in der Sache, aber zugleich in der Akzeptanz demokratischer Institutionen und Verfahren.

Seit einigen Jahren sind in fast allen westlichen liberalen Demokratien Parteien entstanden, die am äußerst rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelt sind und die zentrale liberale Errungenschaften wie den Minderheitenschutz infrage stellen.

Wie sollen die traditionellen liberalen Parteien auf die Herausforderung reagieren? Welche Maßnahmen stehen ihnen zur Verfügung? Prof. Dr. Frank Decker, Institut für Politikwissenschaft, Universität Bonn, wird zu den zentralen Fragen unserer Demokratie referieren.

📍 10. November 2026 – 19 bis 21 Uhr – Online Veranstaltung via Zoom

🎟️ Eintritt frei – Anmeldung/ Registrierung folgt HIER


Freiheit und Widerstandskraft • Die Krisen der Zeit und christliches Engagement

Eine Veranstaltungsreihe 2026/2027 der Akademie HOCHVIER- ein Zusammenschluss von vier evangelischen Akademien und Bildungseinrichtungen entlang des Rheins:

  • Evangelisches Forum Bonn
  • Melanchthon-Akademie Köln
  • Evangelische Stadtakademie Düsseldorf
  • Evangelische Akademie im Rheinland

Weitere Informationen zur Kooperation und zu aktuellen Veranstaltungen der Reihe finden Sie HIER


Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht (Akademie HOCHVIER)

Gott, Nation, Macht. Im Bündnis mit der Macht des US-Präsidenten hat sich der christliche Nationalismus zu einer globalen Bedrohung für Demokratie und Rechtsstaat radikalisiert.

Arnd Henze zeigt in seinem Buch, wie Religion zum Machtinstrument wird. Er stellt dabei zentrale Akteure vor, untersucht die Strategien der Gotteskrieger, erklärt, wie sie sich global vernetzen und fragt danach, welche Lehren aus der Vergangenheit heute weiterhelfen. Sein Ausblick bleibt hoffnungsvoll: Wer die Mechanismen versteht, mit denen Religion zur politischen Waffe wird, kann sich wehren.

📍 06. Oktober 2026 – 19 bis 20:30 Uhr – Online Veranstaltung via Zoom

🎟️ Eintritt frei – Ev. Stadtakademie Düsseldorf – Anmeldung/ Registrierung HIER


Freiheit und Widerstandskraft • Die Krisen der Zeit und christliches Engagement

Eine Veranstaltungsreihe 2026/2027 der Akademie HOCHVIER- ein Zusammenschluss von vier evangelischen Akademien und Bildungseinrichtungen entlang des Rheins:

  • Evangelisches Forum Bonn
  • Melanchthon-Akademie Köln
  • Evangelische Stadtakademie Düsseldorf
  • Evangelische Akademie im Rheinland

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Online Studientag – „Gods own Country?“

Der Online-Studientag thematisiert die politischen Entwicklungen in den USA im Zusammenhang mit der Präsidentschaft von Donald Trump. Im Fokus stehen der autoritäre Wandel der Republikanischen Partei sowie der wachsende Einfluss christlich-fundamentalistischer Gruppierungen.

U. a. geht es um diese Fragen:
– Wer sind die radikalen christlichen Fundamentalisten?
– Woher kommen sie und worauf berufen sie sich?
– Welchen Status haben sie innerhalb des Landes und wie weit wirkt ihr Einfluss?

Mit der erneuten Präsidentschaft von Donald Trump haben sich autoritäre Kräfte in den USA durchgesetzt. Die Republikaner – einst Verfechter eines liberalen Amerikas – sind in Teilen zu einer anti-demokratischen Partei mutiert, die den Staat autoritär umkrempeln, Freiheitsrechte einschränken und eine allein den USA dienende Politik durchsetzen will.
Eine wichtige Gruppierung hat wesentlich zum Erfolg von Trump und seinen Hardlinern beigetragen: Christliche-radikale Wähler haben ihn und die neuen Republikaner gewählt und unterstützen ihn weiterhin. Für sie ist der Präsident eine Lichtgestalt, welche die Vereinigten Staaten von Amerika letztlich zu einem Gottesstaat machen soll, in dem die Bibel die Verfassung ersetzt und nur Christen als treue Staatsbürger gelten.

Beim Online-Studientag gibt es zu dieser Thematik Vorträge und Diskussion.

PROGRAMM
15:00 Uhr     Begrüßung und Moderation – Studienleiter Jörgen Klußmann
15:10 Uhr      Die Geschichte der radikalen Christen und ihr politischer Einfluss – Annika Brockschmidt, freie Journalistin und Autorin des Bestsellers „Amerikas Gotteskrieger“ anschließend Fragen aus dem Publikum
16:00 Uhr     Kurze Pause
16:10 Uhr      Im Westen nichts Neues: christlicher Glaube in den USA aus theologischer Perspektive – Prof. Matthew Ryan Robinson, Institut für Ethik und Theologie der Leuphania Universität Lüneburg, anschließend Fragen aus dem Publikum

17:00 Uhr      Die extreme Rechte und die Kirchen – Einfluss, Akteure und Netzwerke in Deutschland Henning Flad, Projektleitung Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
anschließend Fragen aus dem Publikum
17:50 Uhr      Ausblick und Schlusswort
18:00 Uhr     Ende

Eine Kooperationsveranstaltung von: Melanchthon-Akademie • Evangelischer Kirchenverband Köln und Region • Evangelisches Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen • Evagelisches Forum Bonn • Evangelische Akademie im Rheinland •

🎟️ Anmeldung
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Mit der Registrierung erhalten Sie die Einwahldaten. Wir nutzen die Videokonferenz-Software Zoom.

🎟️ Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an den/ die Organisator*in: Martina Steffen, martina.steffen@ekir.de


Tol’dot & Tarbut: Mein Leben als Rabbiner in Europa

„Es gibt viele Missverständnisse und Unklarheiten, wie jüdischen Gemeinden organisiert, finanziert und geführt werden sollen. Wenn es überhaupt Regeln gibt. Und jedes Land ist anders. Als liberaler Rabbiner (ordiniert Leo Baeck College, London 1984) habe ich seit 1998 in Gemeinden in Deutschland, Österreich, Polen amtiert und habe Erfahrungen in Kroatien, der Slowakei und den Niederlanden gemacht. Die jüdischen Gemeinden sind meistens sehr klein, das Spektrum von Meinungen und Interessen und Spannungen ist sehr groß, das Interesse von Nicht-Juden an jüdischem Leben ist oft fast überwältigend.

Die beschriebene Situation begründet mein peripatetisches <auf der Lehre des Aristoteles beruhend; das philosophische Denken oder die Schule des Aristoteles betreffend [Gebrauch: Philosophie]> Leben mit vielen komplexen Erlebnissen – und wirft Fragen auf. Zum Beispiel: Können Ausländer (beispielsweise aus den USA) wirklich verstehen, wie jüdisches Leben hier funktioniert? Können Menschen, die zum Judentum konvertiert sind, wirklich verstehen, wie andere Juden oder Holocaust-Überlebenden denken? Welche Beziehungen gibt es zwischen jüdischen Gemeinden in Europa und Israel als Land, als Staat, als Zufluchtsort? (insbesondere nach dem 7. Oktober 2023?)“ 🎙️ Referent: Rabbiner Walter Rothschild

💻 Online-Veranstaltung
Anmeldung über das Kath. Bildungsforum Bonn

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Tol’dot & Tarbut: Chasdai Crescas: Denken unter Druck

Der Vortrag widmet sich Chasdai Crescas (ca. 1340–1410) in einer Phase tiefgreifender krisenhafter Verdichtung jüdischer Existenz im spätmittelalterlichen Spanien. Ausgehend von Biografie und Hauptwerk Or ha-Shem (bzw. Or Adonai) wird Crescas’ philosophische Kritik am maimonidisch-aristotelischen Paradigma ebenso in den Blick genommen wie seine antichristliche Schrift Bittul iqqare ha-Nozrim. Dabei geht es nicht nur um die inhaltliche Widerlegung christlicher Lehrsätze, sondern um eine Reflexion der Bedingungen, unter denen solche Polemik überhaupt entsteht: asymmetrische Machtverhältnisse, missionarischer Druck, die Bedrohung jüdischer Kontinuität. Der Vortrag versteht Crescas’ Texte daher als Ort doppelter Kritik – an theologischen Konzepten wie an politischen Konstellationen – und fragt, inwiefern sie zugleich Ressourcen jüdischer Selbstbehauptung und Dokumente der Grenzen interreligiöser Verständigung sind. 🎙️ Referent: Frederek Musall

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Anmeldung über das Kath. Bildungsforum Bonn

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Tol’dot & Tarbut: „Die Demut ist die positive Macht, welche allen Eudämonismus niederschlägt“

An account of the virtues is a central but neglected part of Hermann Cohen’s philosophical ethics and Jewish philosophy. In this lecture, we will examine the role of modesty (Bescheidenheit) and humility (Demut) in Cohen’s Tugendlehre. Cohen understood his own neo-Kantian ethics in contrast with two broad opposing ethical systems: the „eudaimonia“ of Aristotle and the „pantheism“ of Spinoza. Our examination of Cohen on the virtue of humility sheds light on these contrasts and also on Cohen’s positive reception of the philosophy of Maimonides, whom he understood, surprisingly, as sharing his opposition to Aristotelean ethics. As we will see, central to Cohen’s Tugendlehre is an understanding of power and agency in opposition to determinism and fatalism, on the one hand, and to common alternative understandings of power, on the other hand.

❗ Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten, bei Bedarf gibt es eine Zusammenfassung in deutscher Sprache.

Referentin: Shira Billet

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TOL`DOT & TARBUT

»Nichts Jüdisches ist mir fremd«, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol‘doth & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren.


Die Reihe wendet sich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen.

Anstehende Veranstaltungen


Mütter verändern die Welt! Vortrag

Warum Mütterstimmen in der Politik fehlen – und warum wir sie jetzt brauchen

Mütter sind tragende Pfeiler unserer Gesellschaft: Sie übernehmen fürsorgende Arbeit, meistern mentale Last, koordinieren Haushalt, Familie und oft auch Beruf. Dennoch sind ihre Perspektiven in politischen Entscheidungen häufig unterrepräsentiert – oder gar unsichtbar. Sarah Zöllner zeigt, warum das so ist – und welchen Unterschied es macht, wenn Mütter politische Macht übernehmen. Wenn Mütter in politische Entscheidungsprozesse einbezogen sind, verändert sich nicht nur Familienpolitik – es verändert sich, wie Gesellschaft gestaltet wird: gerecht, inklusiv, fürsorglich.

Referentin: Sarah Zöllner • Freie Journalistin und Autorin

🔗 Anmeldung Zoom Link •  Zugang erfolgt nach Anmeldung

Dr. Kathrin S. Kürzinger, Studienleiterin
Themenbereich: Transformation von Arbeit und Wirtschaft
https://www.kirche-arbeit-wirtschaft.de/
Tel.: 0228 479898-50

 

▶️ Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite der Ev. Akademie im Rheinland

Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland in Kooperation mit Haus der Familie Bonn | Frauenbeauftragte des KK Bad Godesberg-Voreifel | eeb an Sieg und Rhein | Gleichstellungsstelle Bonn | Gleichstellungsstelle Rhein-Sieg-Kreis und dem Evangelischen Forum Bonn

Equal Care Day 2026_Kooperationsreihe


Geld oder Liebe? Beides! Finanzielle Auswirkungen von ungleicher Verteilung der Fürsorgearbeit.

Finanzielle Auswirkungen von ungleicher Verteilung der Fürsorgearbeit

Wer gibt, soll auch gewinnen: Zeit, Fürsorge und Liebe halten unsere Gesellschaft zusammen – doch oft bleiben sie unbezahlt.
In diesem Vortrag geht es darum, die finanzielle Bedeutung von Care-Arbeit sichtbar zu machen und zu zeigen, wie finanzielle Bildung Frauen stärkt, faire Entscheidungen zu treffen und ihre eigene finanzielle Unabhängigkeit zu sichern.

Geld oder Liebe? Beides! – Es ist Zeit für mehr Wertschätzung, finanzielle Fairness – und echte Gleichstellung

Referentin:
Christiane Lauer ist seit über 25 Jahren in der Finanzbranche tätig und konzentriert sich als Inhaberin und Geschäftsführerin der FRAU-INVEST Anlageberatung GmbH in Rheinbach vor allem auf die Finanzberatung von Frauen.

🔗 Anmeldung: Über die Website des Hauses der Familie, Bonn: http://eair.info/m5
Zugang erfolgt nach Anmeldung.

Dr. Kathrin S. Kürzinger, Studienleiterin
Themenbereich: Transformation von Arbeit und Wirtschaft
https://www.kirche-arbeit-wirtschaft.de/
Tel.: 0228 479898-50

 

▶️ Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite der Ev. Akademie im Rheinland

Veranstalter: Evangelische Akademie im Rheinland in Kooperation mit Haus der Familie Bonn | Frauenbeauftragte des KK Bad Godesberg-Voreifel | eeb an Sieg und Rhein | Gleichstellungsstelle Bonn | Gleichstellungsstelle Rhein-Sieg-Kreis und dem Evangelischen Forum Bonn

Equal Care Day 2026_Kooperationsreihe


Teil 1: Buch-Gespräch • Online

Die Veranstaltungsreihe „Medien.Mündigkeit 2026: KI.Perspektiven“ lädt dazu ein, Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz besser zu verstehen, kritisch einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen. In Vorträgen, Workshops und Buch.Gesprächen erhalten Interessierte verständliche Einblicke in Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen von KI.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich an alle, die Orientierung im digitalen Wandel suchen.

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Bonn, Evangelische Akademie im Rheinland, Stiftung Informationskompetenz, Stadtbibliothek Bonn, VHS Bonn, Katholisches Bildungswerk.

📍 Online: 26. 2. – 12. 3. – 26. 3., jeweils Do, 19.30 – 21 Uhr, Moderation: Dr. Bettina Förster

🎟️ Anmeldung: Ev. Akademie im Rheinland, info@akademie.ekir.de

Cover "Weiß die KI. dass sie nichts weiß?" (c) Heyne Verlag
Cover „Weiß die KI. dass sie nichts weiß?“ (c) Heyne Verlag

Teil 1: Buch-Gespräch • Online

Die Veranstaltungsreihe „Medien.Mündigkeit 2026: KI.Perspektiven“ lädt dazu ein, Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz besser zu verstehen, kritisch einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen. In Vorträgen, Workshops und Buch.Gesprächen erhalten Interessierte verständliche Einblicke in Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen von KI.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich an alle, die Orientierung im digitalen Wandel suchen.

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Bonn, Evangelische Akademie im Rheinland, Stiftung Informationskompetenz, Stadtbibliothek Bonn, VHS Bonn, Katholisches Bildungswerk.

📍 Online: 26. 2. – 12. 3. – 26. 3., jeweils Do, 19.30 – 21 Uhr, Moderation: Dr. Bettina Förster

🎟️ Anmeldung: Ev. Akademie im Rheinland, info@akademie.ekir.de

Cover "Weiß die KI. dass sie nichts weiß?" (c) Heyne Verlag
Cover „Weiß die KI. dass sie nichts weiß?“ (c) Heyne Verlag

Teil 1: Buch-Gespräch • Online

Die Veranstaltungsreihe „Medien.Mündigkeit 2026: KI.Perspektiven“ lädt dazu ein, Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz besser zu verstehen, kritisch einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen. In Vorträgen, Workshops und Buch.Gesprächen erhalten Interessierte verständliche Einblicke in Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen von KI.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und richten sich an alle, die Orientierung im digitalen Wandel suchen.

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Bonn, Evangelische Akademie im Rheinland, Stiftung Informationskompetenz, Stadtbibliothek Bonn, VHS Bonn, Katholisches Bildungswerk.

📍 Online: 26. 2. – 12. 3. – 26. 3., jeweils Do, 19.30 – 21 Uhr, Moderation: Dr. Bettina Förster

🎟️ Anmeldung: Ev. Akademie im Rheinland, info@akademie.ekir.de

Cover "Weiß die KI. dass sie nichts weiß?" (c) Heyne Verlag
Cover „Weiß die KI. dass sie nichts weiß?“ (c) Heyne Verlag

Forum Wissenschaftsstadt Bonn • Was sind alternative Fakten?

Mit: Dr. Nils Kumkar – SOCIUM Forschungszentrum für Ungleichheit und Sozialpolizik Bremen

So sicher die meisten sind, dass wir eine Krise der Wahrheit erleben, in der Desinformation und sinkendes Medienvertrauen den Glauben an eine gemeinsame Wirklichkeit unterminieren, so schwer fällt es, diese Krise empirisch und theoretisch wirklich dingfest zu machen.

Was ist es eigentlich, was die Öffentlichkeit so nachhaltig verunsichert, und warum scheinen sogenannte alternative Fakten so eine schlüssige Erklärung für unsere Probleme? In seinem Vortrag nähert sich der Referent diesen Fragen aus einer ungewohnten, kommunikationssoziologischen Perspektive und beantwortet insbesondere die Frage: Warum lassen wir uns trotz guter Informationslage so stark verunsichern? Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn – Wintersemester 2025/2026
Im Zeitalter „alternativer Fakten“

Die Wortneuschöpfung des »alternativen Faktums« ist im Grunde ein Oxymoron. Denn ein Faktum bezeichnet etwas, das nachweislich und unumgänglich der Fall ist oder war – eine Tatsache, zu der es qua Definition keine Alternative gibt. Der Begriff »alternative Fakten« hat genau deshalb eine subversive Kraft, weil er die Festigkeit und Verlässlichkeit, die dem Begriff Faktum innewohnt, unterläuft und damit unser Verständnis von Wirklichkeit und ihre Darstellung in Wissenschaft, Politik sowie öffentlichem Diskurs aufweicht.

In diesem Wintersemester wollen wir uns deshalb dem Phänomen »alternative Fakten« aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven widmen: der Philosophie, der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Medienpsychologie. Sie sind herzlich eingeladen, zuzuhören, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Wir freuen uns auf ein interaktives, digitales Format, in dem Sie fernab vom Alltagstrott in prinzipielle und abstrakte Fragen eintauchen können – Fragen, die jeden bewegen und mit jedem Menschen etwas zu tun haben.

📩 Anmeldung über info@bildungsforum-bonn.de oder über die jeweiligen Zoom-Links. Teilnahme kostenlos.

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn • Der Umgang mit generativer KI und Deepfakes

Mit: Dr. Murat Karaboga – Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe

Generative KI und Deepfakes werden immer realistischer und sind kaum mehr von echten Fotos, Videos oder Sprachaufnahmen zu unterscheiden. Der Vortrag und die anschließende Diskussion widmen sich den grundlegenden Fragen rund um Generative KI und Deepfakes: Welche Gefahren bringt dieser mediale Paradigmenwechsel für unsere Gesellschaft mit sich? Sind auch Chancen damit verbunden? Was wird bereits zur Abwehr der Gefahren unternommen und was bleibt noch dringend zu tun? Und nicht zuletzt: Welche Möglichkeiten bieten sich jedem/r Einzelnen im Umgang mit diesen neuen Medien?

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn – Wintersemester 2025/2026
Im Zeitalter „alternativer Fakten“

Die Wortneuschöpfung des »alternativen Faktums« ist im Grunde ein Oxymoron. Denn ein Faktum bezeichnet etwas, das nachweislich und unumgänglich der Fall ist oder war – eine Tatsache, zu der es qua Definition keine Alternative gibt. Der Begriff »alternative Fakten« hat genau deshalb eine subversive Kraft, weil er die Festigkeit und Verlässlichkeit, die dem Begriff Faktum innewohnt, unterläuft und damit unser Verständnis von Wirklichkeit und ihre Darstellung in Wissenschaft, Politik sowie öffentlichem Diskurs aufweicht.

In diesem Wintersemester wollen wir uns deshalb dem Phänomen »alternative Fakten« aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven widmen: der Philosophie, der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Medienpsychologie. Sie sind herzlich eingeladen, zuzuhören, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Wir freuen uns auf ein interaktives, digitales Format, in dem Sie fernab vom Alltagstrott in prinzipielle und abstrakte Fragen eintauchen können – Fragen, die jeden bewegen und mit jedem Menschen etwas zu tun haben.

📩 Anmeldung über info@bildungsforum-bonn.de oder über die jeweiligen Zoom-Links. Teilnahme kostenlos.

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn • Fakten, Fake und Wahrheit

Mit: Prof. Dr. Elke Brendel – Lehrstuhl für Logik und Grundlagenforschung, Universität Bonn

Was sind Fakten und welche Rolle spielen sie für unser Wissen? Sind „alternative Fakten“ überhaupt denkbar? Welche philosophischen Wahrheitsauffassungen gibt es? Wie lässt sich trotz prinzipieller Fehlbarkeit unserer Erkenntnisprozesse ein realistischer Wahrheitsbegriff rechtfertigen – oder ist Wahrheit bloß ein soziales Konstrukt?

Diese Fragen stehen im Zentrum des Vortrags, der zu einer philosophisch informierten Orientierung innerhalb der Debatten um „alternative Fakten“, „fake news“ und „Wissenschaftsleugnung“ beitragen möchte.

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Forum Wissenschaftsstadt Bonn – Wintersemester 2025/2026
Im Zeitalter „alternativer Fakten“

Die Wortneuschöpfung des »alternativen Faktums« ist im Grunde ein Oxymoron. Denn ein Faktum bezeichnet etwas, das nachweislich und unumgänglich der Fall ist oder war – eine Tatsache, zu der es qua Definition keine Alternative gibt. Der Begriff »alternative Fakten« hat genau deshalb eine subversive Kraft, weil er die Festigkeit und Verlässlichkeit, die dem Begriff Faktum innewohnt, unterläuft und damit unser Verständnis von Wirklichkeit und ihre Darstellung in Wissenschaft, Politik sowie öffentlichem Diskurs aufweicht.

In diesem Wintersemester wollen wir uns deshalb dem Phänomen »alternative Fakten« aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven widmen: der Philosophie, der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Medienpsychologie. Sie sind herzlich eingeladen, zuzuhören, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Wir freuen uns auf ein interaktives, digitales Format, in dem Sie fernab vom Alltagstrott in prinzipielle und abstrakte Fragen eintauchen können – Fragen, die jeden bewegen und mit jedem Menschen etwas zu tun haben.

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Tol’dot & Tarbut: Richard Lichtheim (1885–1963)

Der Berliner jüdische Diplomat Richard Lichtheim vertrat im Laufe seiner politischen Karriere mehrfach die Interessen der zionistischen Bewegung: im Ersten Weltkrieg in Konstantinopel, im Zweiten Weltkrieg in Genf. Dort verstand er als einer der ersten zeitgenössischen Beobachter, dass es sich bei den nationalsozialistischen Massenmorden an den europäischen Judenheiten um ein Verbrechen ungekannten Ausmaßes handelte: um ihre systematische und totale Vernichtung. Die sich wandelnden politischen Realitäten in Europa und Palästina ließen ihn auch seine Vorstellungen eines zukünftigen jüdischen Gemeinwesens mehrfach überdenken. Andrea Kirchner beleuchtet anhand seiner Biografie verschiedene politische Strömungen innerhalb der zionistischen Bewegung sowie die Herausforderungen jüdischer Diplomatie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Achtung Terminverschiebung: neu Mi 04.03.26 | 19.00 Uhr – Dr. Andrea Kirchner, Frankfurt/M.

ursprünglich 09.02. abgesagt

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Tol’dot & Tarbut: Der Einfluss des Islam auf das Judentum

Vor tausend Jahren konnten 90 % der Juden weltweit Arabisch sprechen oder lesen. Seit der intellektuellen Blütezeit des Islam im 8. Jahrhundert profitierte auch die jüdische Gelehrsamkeit davon. Es entstanden die ersten jüdischen Werke individueller Autoren seit der Antike zu Grammatik, Philosophie, Theologie, Poesie, Bibel sowie rabbinische Kommentare, Gesetzessammlungen und Modelle mystischen Denkens. All diese Werke fanden in unterschiedlicher Weise islamische Vorbilder.

Rabbiner Dr. Michael Hilton veranschaulicht mit Beispielen aus dem Bereich des jüdischen Rechts den Einfluss des Islams auf das Judentum. In der anschließenden Diskussion gibt es die Gelegenheit, auch zu anderen Bereichen Fragen zu stellen. Wer der hebräischen Sprache gebieten, bei Bedarf gibt es eine Zusammenfassung in deutscher Sprache.

Mo 19.01.2026 | 19.00 Uhr – Rabbi Dr. Michael Hilton

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